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Engagement für Menschenrechte am BK St. Michael

amnesty internationalIm Dezember vergangenen Jahres beteiligte sich das Berufskolleg St. Michael am Briefmarathon von Amnesty International. Ausgehend von einer Initiative im evangelischen Religionskurs der WG 11 und unterstützt von der Amnesty-Ortsgruppe unterschrieben Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte mehr als 400 Briefe. Mit diesen Schreiben forderten sie die Botschafter des Iran und des Südsudan auf, zwei Unrechtsurteile aufzuheben: In Teheran hatten Yasaman Aryani und ihre Mutter gegen den Kopftuchzwang protestiert und waren zu 16 Jahren Haft verurteilt worden; im Südsudan wurde der fünfzehnjährige Magai Matiop Ngong zum Tode verurteilt, weil er in einen Unfall verwickelt war, bei dem sein Cousin starb.

Für das besondere Engagement zum Schutz der Menschenrechte bedankte sich Amnesty International nun mit einer Urkunde beim Berufskolleg. Die Schüler und Schülerinnen der WG 11 nahmen sie entgegen und freuten sich über diese Anerkennung. Sie wird ihren Platz an der Wand vor dem Sekretariat finden.

Deutschlandweit wurden im Briefmarathon bisher insgesamt 147.837 Schreiben verschickt. Inzwischen zeigt der Druck auf die betreffenden Regierungen erste Wirkungen: Die Haftstrafe von Yasaman Aryani und ihrer Mutter wurde von 16 auf neun Jahre reduziert. Angesichts dieses Erfolgs schreibt Amnesty International an die Schülerinnen und Schüler: „Wir würden uns sehr freuen, Sie auch zum nächsten Briefmarathon an unserer Seite zu wissen.“ – „Selbstverständlich machen wir auch in diesem Jahr mit!“ ist sich der Kurs der WG 11 sicher.